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Die 5 größten Planungsfehler bei Einbaumöbeln – und wie du sie vermeidest

  • Autorenbild: Tischlerei Kamber
    Tischlerei Kamber
  • 27. Jan.
  • 6 Min. Lesezeit

Einbaumöbel planen: Diese 5 Fehler kosten dich Geld & Nerven! Expertentipps vom Tischler für perfekte Maßmöbel in Küche, Schlafzimmer & Co.


Wer vom Profi planen lässt, ist klar im Vorteil
Wer vom Profi planen lässt, ist klar im Vorteil

Eine neue Küche, ein begehbarer Kleiderschrank oder cleverer Stauraum unter der Dachschräge – Einbaumöbel nach Maß sind die perfekte Lösung, um jeden Zentimeter deines Zuhauses optimal zu nutzen. Doch zwischen Traum und Wirklichkeit liegen oft teure Planungsfehler, die sich später kaum noch korrigieren lassen.

Als Tischlerei kennen wir die typischen Stolpersteine aus jahrelanger Erfahrung. In diesem Artikel zeigen wir dir die fünf häufigsten Planungsfehler bei Einbaumöbeln – und wie du sie von Anfang an vermeidest. So sparst du nicht nur Geld, sondern auch viele Nerven!



Fehler #1: Ungenaues oder falsches Aufmaß


Das Problem

"Die Wand ist ungefähr 3,70 Meter breit" – mit Schätzungen und ungenauen Maßen beginnt das Desaster. Bei Einbaumöbeln zählt jeder Millimeter! Wände sind selten gerade, Böden oft uneben, und Deckenhöhen variieren manchmal im gleichen Raum um mehrere Zentimeter.


Typische Maßfehler:

  • Nur an einer Stelle messen (Wände sind selten parallel!)

  • Sockelhöhe vergessen

  • Schrägen oder Ecken nicht berücksichtigen

  • Steckdosen, Lichtschalter oder Heizkörper übersehen

  • Türschwenkbereich nicht einkalkulieren


Die Folge

Dein maßgefertigter Schrank passt nicht – zu breit, zu hoch oder er kollidiert mit Steckdosen. Im besten Fall kann nachgearbeitet werden (teuer!), im schlimmsten Fall ist das Möbelstück unbrauchbar.


So machst du es richtig


Miss an mehreren Stellen: Bei der Breite oben, mittig und unten messen – nimm das kleinste Maß!

Dokumentiere alles: Erstelle eine Skizze mit allen Maßen, Steckdosen, Heizkörpern, Fenstern

Schattenfuge einplanen: Lass zu allen Seiten 1-3 cm Luft für die Montage

Bei Dachschrägen: Messe den Kniestock (Höhe bis die Schräge beginnt) und den Neigungswinkel

Kontrolliere zweimal: Lass im Zweifel eine zweite Person nachmessen



Wie wir es machen: Unsere Termine finden immer bei dir vor Ort statt, damit wir das Naturmaß nehmen können. Mit Laser-Messgerät und jahrelanger Erfahrung und modernsten Visualisierungen. Das kostet dich bei Beauftragung nichts extra und spart teure Fehler!



Fehler #2: Zu wenig Stauraum eingeplant


Das Problem

"Der Schrank wird schon reichen" – das denken viele, bis das Möbel steht und bereits nach wenigen Wochen überquillt. Besonders bei Küchen und Kleiderschränken wird der benötigte Stauraum massiv unterschätzt.


Typische Planungsfallen:

  • Nur aktuelle Besitztümer berücksichtigen (Menschen sammeln an!)

  • Keine Reserve für Gäste (Jacken, Geschirr)

  • Saisonale Schwankungen ignorieren (Winter vs. Sommer)

  • Zukünftige Bedürfnisse nicht mitdenken (Kinder, Hobbys)

  • Zu viel Optik, zu wenig Funktion


Die Folge

Unordnung, Chaos, Frust! Dein teures Maßmöbel sieht überladen aus, Türen lassen sich nicht mehr schließen, und du brauchst zusätzliche Möbel – die eigentlich überflüssig wären.


So machst du es richtig


Inventur machen: Zähle genau, was du verstaust (Teller, Gläser, Kleidungsstücke)

Plus 30% Reserve: Plane immer mehr Stauraum ein, als du aktuell brauchst

Funktionszonen definieren: Wo kommt was hin? (z.B. Küche: Gewürze, Töpfe, Vorräte)

Höhe nutzen: Bis zur Decke bauen! Oben können selten gebrauchte Dinge gelagert werden

Flexible Einbauten: Verstellbare Böden und herausnehmbare Schubladen schaffen Flexibilität


Beispiel Küche: Eine Familie mit 4 Personen braucht durchschnittlich:

  • 12-16 Oberschrank-Meter für Geschirr, Gläser und Vorräte

  • 8-10 Unterschrank-Meter für Töpfe, Pfannen und Geräte

  • Mindestens 3 Schubladen für Besteck und Küchenutensilien


Unser Tipp:

Lieber einen Schrank mehr als zu wenig! Ein gut organisierter, großzügiger Schrank bleibt aufgeräumt – ein zu kleiner wirkt immer chaotisch, egal wie ordentlich du bist.


Bonus Tipp: So schaffst du mehr Ordnung im Kleiderschrank. Lies hier, wie's richtig gut funktioniert.



Fehler #3: Ergonomie und Arbeitshöhe ignoriert


Das Problem

"Standardhöhe passt schon" – ein teurer Irrtum! Besonders in der Küche führen falsche Arbeitshöhen zu Rückenschmerzen, Verspannungen und Ermüdung. Studien zeigen: Über 70% der Menschen klagen bei schlechter Küchenergonomie über Rückenprobleme.


Bei der Planung der Möbel unbedingt auch ans Alter denken
Bei der Planung der Möbel unbedingt auch ans Alter denken

Was oft schiefgeht:

  • Arbeitsplatte zu niedrig (ständiges Bücken)

  • Oberschränke zu hoch (nicht erreichbar)

  • Spüle auf falscher Höhe (Nackenverspannungen)

  • Keine Anpassung an Körpergröße

  • Hängeschränke zu tief (Kopf stoßen!)


Die Folge

Arbeiten in der Küche wird zur Tortur, Kochen macht keinen Spaß mehr, und nach 30 Minuten tut der Rücken weh - besonders im Alter. Bei Kleiderschränken: Du kommst nicht an deine Kleidung ran oder musst dich ständig bücken.


So machst du es richtig


Faustregel Arbeitsplatte: Ellenbogenhöhe minus 10-15 cm (Bei 1,70 m Körpergröße = ca. 92 cm Höhe)

Spüle höher: 5-10 cm höher als die Kochfläche (spart Rückenschmerzen!)

Oberschränke: Unterkante auf Augenhöhe (150-160 cm bei 1,70 m Größe)

Maximale Greifhöhe: Nicht höher als 190-200 cm planen

Kleiderschränke: Kleiderstange auf 170-180 cm, Schubläden im unteren Bereich


Bei unterschiedlichen Körpergrößen: Wenn mehrere Personen die Küche nutzen, orientiere dich an der Person, die am meisten dort arbeitet. Alternativ: Arbeitsplatte in zwei Höhen (z.B. Kochinsel niedriger, Spülenbereich höher).


Profi-Tipp: Investiere in einen Kleiderlift für begehbare Schränke! Per Knopfdruck oder nützlichem Handhebel kommt die Kleiderstange nach unten – auch 2,40 m hohe Schränke werden so bequem nutzbar.



Fehler #4: Beleuchtung und Elektrik vergessen


Das Problem

Dein wunderschöner Einbauschrank steht – und genau dort, wo die Steckdose war. Oder: Der Kleiderschrank ist so dunkel, dass du selbst bei Tag eine Taschenlampe brauchst. Beleuchtung und Elektrik werden bei der Möbelplanung erschreckend oft vergessen.


Typische Versäumnisse:

  • Steckdosen werden vom Möbel verdeckt

  • Keine Innenbeleuchtung im Schrank eingeplant

  • Lichtschalter hinter dem Möbel

  • Zu dunkle Arbeitsflächen (Küche)

  • Kein Anschluss für Dunstabzug oder Geschirrspüler


Die Folge

Nachträgliche Elektrik-Arbeiten sind teuer und aufwändig. Ohne Licht im Schrank herrscht Chaos, Farben sind nicht erkennbar und die Suche nach dem richtigen Kleidungsstück wird zum Ratespiel.



Licht nützt nicht nur, es schafft auch ein modernes Ambiente
Licht nützt nicht nur, es schafft auch ein modernes Ambiente

So machst du es richtig


Elektroplan vor Möbelplanung: Kläre mit dem Elektriker, wo Steckdosen hinkommen

LED-Beleuchtung einplanen: In Schränken, unter Hängeschränken, über Arbeitsflächen

Steckdosen in der Küche: Mindestens 5-6 auf Arbeitsplattenhöhe für Geräte

Bewegungsmelder im Schrank: Tür auf = Licht an (sehr komfortabel!)

Dimmbare Beleuchtung: Für Ambiente und flexible Nutzung





Moderne Lösungen:

  • LED-Streifen mit Fernbedienung (nachrüstbar ohne Bohren)

  • Akkubetriebene Schranklichter (wenn keine Elektrik vorhanden)

  • Schubladenauszüge mit integrierter Beleuchtung

  • Touch-Schalter direkt am Möbel


Unser Tipp: Plane Beleuchtung immer mit ein! Gutes Licht macht dein Einbaumöbel nicht nur funktionaler, sondern wirkt auch hochwertiger und luxuriöser.



Fehler #5: Luftzirkulation und Materialbeanspruchung nicht berücksichtigt


Das Problem

Dieser Fehler zeigt sich oft erst nach Monaten: Schimmel im Kleiderschrank, aufgequollene Holzfronten im Badezimmer oder verzogene Türen. Einbaumöbel in Feuchträumen brauchen besondere Aufmerksamkeit, sonst wird die Investition zur Kostenfalle.


Wo es häufig schiefgeht:

  • Massivholz im Badezimmer ohne Versiegelung

  • Kleiderschrank ohne Lüftungsschlitze (Feuchtigkeit staut sich)

  • Kühlschrank zu nah an Holzmöbeln (Wärme, Kondenswasser)

  • Keine Abstände zwischen Geräten und Möbeln

  • Falsche Materialwahl für feuchte Umgebungen


Die Folge

Schimmelbildung, ungesundes Raumklima, Geruchsbelästigung, aufgequollenes Holz, verzogene Türen, kaputte Oberflächen. Reparaturen sind teuer, oft muss das gesamte Möbel erneuert werden.


So machst du es richtig


Lüftungsschlitze einplanen: Bei geschlossenen Schränken unbedingt nötig - besonders im Badezimmer

Materialwahl beachten:

  • Badezimmer: Versiegelte Oberflächen, wasserabweisende Lacke

  • Küche: Hitzebeständige Materialien neben Herd

  • Kleiderschrank: Atmungsaktive Rückwände

Abstände einhalten:

  • Hinter Kühlschrank und Geschirrspüler: 5-10 cm Abstand

  • Zwischen Herd und Holzmöbel: Mind. 40 cm

Richtige Holzbehandlung:

  • Massivholz im Bad: Hartwachsöl oder Speziallack

  • Regelmäßige Pflege

Belüftung fördern:

  • Keine Möbel direkt an Außenwände bei schlechter Isolierung

  • Abstände zur Wand (5 cm) bei Feuchträumen


Profi-Tipp: In Feuchträumen wie Badezimmer verwenden wir spezielle feuchtigkeitsresistente Materialien und behandeln Massivholz mit wasserfesten Ölen. Das hält Jahrzehnte!



Bonus-Tipp: Fehlende professionelle Beratung


Das unterschätzte Risiko

Viele versuchen, Einbaumöbel selbst zu planen – und scheitern an der Komplexität. Online-Konfiguratoren sind zwar praktisch, aber sie ersetzen keine Erfahrung und Expertise und vernachlässigen die Gegebenheiten vor Ort.


Was professionelle Planung bringt


Vorausschauende Planung: Wir sehen Probleme, bevor sie entstehen

Materialkenntnis: Welches Holz/Material passt wo?

Ergonomie-Expertise: Optimale Höhen, Tiefen, Aufteilungen

3D, KI oder AR Visualisierungen: Sieh deine Möbel noch bevor sie gefertigt werden

Vermeidung teurer Fehler: Eine Beratung kostet weniger als ein Nachbesserung!



Fazit: Gute Planung ist die halbe Miete


Einbaumöbel nach Maß sind eine Investition fürs Leben – wenn sie richtig geplant sind. Die 5 größten Fehler lassen sich alle vermeiden, wenn du:


  1. Genau misst (und nachmessen lässt!)

  2. Großzügig planst (lieber zu viel als zu wenig Stauraum)

  3. Ergonomie berücksichtigst (Rückenschmerzen vermeiden!)

  4. Beleuchtung mitdenkst (Licht macht den Unterschied!)

  5. Materialien richtig wählst (Feuchtigkeit, Wärme beachten)


Der wichtigste Tipp: 

Spare nicht an der professionellen Beratung! Eine erfahrene Tischlerei kennt die Fallstricke, plant vorausschauend und spart dir teure Fehler. Die Beratung ist meist kostenlos – der Schaden durch Planungsfehler kann Tausende Euro kosten.



Deine Einbaumöbel von der Tischlerei Kamber


Wir planen und fertigen Einbaumöbel nach Maß in ganz Kärnten, Salzburg, Steiermark und Osttirol. Von der ersten Idee bis zur Montage stehen wir dir zur Seite:


Kostenlose Beratung vor Ort 

Professionelles Aufmaß (inklusive!) 

3D-Visualisierung deiner Möbel (KI und Augmented Reality Visualisierung nach vorhergehender Auftragserteilung)

Hochwertige Materialien aus der Region 

Faire Preise und transparente Kalkulation 

Montage von unserem Profiteam – perfekt und termintreu



Kontaktiere uns:


☎️ Telefon: 0676 721 3908 - dein Ansprechpartner ist Bernhard Kamber

🌐 Online-Anfrage: Hier geht's zum Formular



Vereinbare jetzt dein kostenloses Erstgespräch – gemeinsam planen wir deine Einbaumöbel mit Weitblick und Voraussicht - ohne teure Überraschungen!




 
 
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